Hintergrund
 

 
Bei der Technologie der dielektrischen Materialerwärmung handelt es sich um ein kontaktloses Erwärmungsverfahren, das sich in besonderem Maße für die thermische Behandlung von Lebensmitteln und ihren agrarischen Vorprodukten eignet.
 
Thermische Behandlungen sind ein Schlüsselverfahren für die Herstellung und Haltbarmachung von Lebensmitteln. Es ist jedoch so, das exakte Temperaturführungen an stückigen Gütern oder wärmeisoliernden Pulvern technologisch nicht so einfach zu realisieren sind, weil das Material eine begrenzende Wärmeleitfähigkeit aufweist.
 
Zudem fordern die Verbraucher qualitativ höherwertige Produkte, bei denen eine schonende Erwärmung Bedingung für den Erhalt wertvoller Aroma- und Inhaltsstoffe ist. Im industriellen Kontext sind die Energieeffizienz und reduzierte Durchlaufzeiten immer hochrelevante Fragestellungen.
 

An dieser Stelle besitzen RF-Erwärmungen ein bislang erst in den Anfängen erschlossenes Potential. Dies reicht von der Intensivierung bestehender Herstellungsprozesse bis zu neuartigen Food-Produktkategorien, die ohne eine schnelle Volumenerwärmung bislang nicht herstellbar waren. Technologische Fortschritte in der Leistungselektroniktechnologie erlauben zudem neue Ansätze für einen einfacheren und deutlich breiteren Einsatz des Verfahrens als bisher. Perspektivisch sollen RF-Erwärmungen eine breitere Ergänzung bzw. Ablösung derzeitiger kontakt- bzw. wärmeträgergebundener Erwärmungstechnologien erlauben.

 
Das Netzwerk "RF-Food" vereint Akteure aus den Gebieten der Lebensmitteltechnologie, RF- und Elektronikspezialisten bis hin zu Unternehmen des nahrungsgüterverarbeitenden Maschinenbaus.
 
Neuartige Anwendungen benötigen Food-spezifisches Know-How, geeignete Werkstoffe und Konstruktionslösungen und nicht zuletzt wissenschaftlich-technischen Vorlauf in den erforderlichen Disziplinen.
 
 
Ziele des Netzwerkes
  • RF-Anwendungspotential erschließen: kochen, backen, sterilisieren und vieles mehr

  • Firmen bei der Einführung kontaktloser Erwärmungen unterstützen

  • den fachlichen Erfahrungsaustausch organisieren

  • spezifische Elektronik- und Sensorlösungen schaffen

  • maschinenbauliche Systemkonzepte zur Einbindung von RF-Energiesystemen entwickeln

  • Werkstoffe und Materialien optimieren

  • hybride Erwärmungsverfahren für höchstmöglichen Nutzen vorantreiben

  • den Know-How Transfer aus der Wissenschaft in Industrie und Gewerbe fördern

 
 
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